Shakespeare und Glücksspiel

Wie London zu spielen begann

Dass man sich in England schon seit den römischen Zeiten mit Glücksspielen befasst, konnten auch Archäologen nachweisen. Es bestehen Beweise, dass mittelalterliches London für Glücksspiele bekannt war, obwohl der Comeon Casino Bonus Code nicht existierte. In Gaststätten wurden verschiedene Würfelspiele gespielt. Kartenspiele sind, so Forscher, im 15. Jahrhundert eingeführt worden. Nicht selten stand auf den Spielkarten der Name der Taverne geschrieben. Im 17. Jahrhundert wurde die Spielkartenherstellung sogar zu einem profitierbaren Geschäft. Die Forscher notieren, dass es im 18. Jahrhundert 50 Gasthäuser gegeben hatte, wo Glücksspiele zum Geschäft geworden sind – aus einer Freizeitaktivität wurde eine Industrie. Bis auf Kinder spielten ihre Spiele gegen Orangen und Münzen.

Die entstandenen Casinos waren an einer besonderen Lampe bereits von außen gleich erkennbar für jeden Vorbeilaufenden.

In der Zeit entstehen neue Spielformen wie eine Art Glücksrad, das Spiel, das in dem Zeitpunkt am populärsten war. Andere populäre Spiele hießen Ruff and Honours, da waren noch zahlreiche Würfel-, Brett- und Strategiespiele, Schach usw.

Obwohl das Geschäft gesetzlich verboten war, blüten die Spielbanken. Ein Beispiel dafür war der Almack’s Gesellschaftsklub in Pall Mall, wo sich Frauen und Männer zum Glücksspiel trafen und Mitglieder werden konnten. Zu der Zeit hatte das Haus eher einen schlechten Ruf, was sich interessanterweise im Laufe der Geschichte verändert hat.

Welche Spiele lassen sich aus Shakespeares Werken lesen?

Shakespeare lebte und schrieb in dem Elisabethanischen Zeitalter und seine Werke wurden einigermaßen auch von dem Kontext der Glücksspiele beeinflusst. Shakespeares Theaterstücke wurden während seines Lebens auf Bühnen verschiedener Art aufgeführt – in Privattheatern, Provinztheatern und Spielbanken, sowie im Inneren und in Höfen der Gaststätten, da das erste Theater im Jahre 1576 erbaut wurde. The Globe, das Theater, das die Shakespeares Theatergruppe beherbergte, entstand in 1599.

Theater waren zu der Zeit ein gewinnbringendes Geschäft, das mit heutigen Kinos zu vergleichen ist. Es soll nicht aus dem Augen verloren werden, dass in Theaterhäusern auch Glücksspiele stattfanden.

In seinen Werken nannte Shakespeare knapp 50 Glücksspiele und Sportarten.

Sportarten wie Bogenschießen, Tennis, Fechtsport, Fußball, Ringkampf und Jagd sind einige von denen.

In seinem Drama Hamlet wird das bekannte Spiel Blinde Kuh erwähnt, bei dem man einem Spieler die Augen mit einem geeigneten Tuch und er läuft herum mit dem Ziel die anderen Teilnehmer des Spiels zu ergreifen.

Würfelspiele werden oftmals in verschiedenen Werken erwähnt, zum Beispiel in der Komödie Die lustigen Weiber von Windsor, im Drama Der Kaufmann von Venedig, Henry V. und Othello. Hasard, ein Würfelspiel wird ganz genau im Werk Henry V genannt. Das Glücksspiel beruht darauf, dass beliebige Zahl der Spieler mit zwei Würfeln spielt. Der Gewinn kann variieren und wird im Voraus bestimmt. In demselben Werk erscheint das Spiel namens Loggats, das so gespielt wird, dass die Teilnehmer Holzstücke auf einen Pfosten werfen.

Ein weiteres Spiel kommt in Shakespeares Texten vor, es heißt Nine Men’s Morris, auf Deutsch Mühle. Dieses Spiel wurde entweder auf dem Boden oder auf einem Brett oder Tisch gespielt. Ein Spielbrett war etwa acht Zoll im Quadrat mit vierundzwanzig Löchern darin. Jeder Spieler erhielt neun Holzpflöcke (in verschiedenen Formen oder Farben), und das Objekt sollte drei Stifte in einer geraden Linie bekommen. In frühen Zeiten war dies ein Lieblingsspiel von Hirten, die es mit Steinen auf dem Boden spielten. Die gefundenen Drucke weisen darauf hin, dass das englische Spiel aus dem vierzehnten Jahrhundert stammt. Es gab auch drei Männer Morris, fünf (oder sechs) Männer Morris, elf Männer Morris und zwölf Männer Morris. Ein verwandtes Spiel ist Noughts and Crosses, jetzt hauptsächlich von Kindern gespielt. Nur eine Anspielung auf das Spiel erscheint im Sommernachtstraum.