Kommende Theaterpremieren in Deutschland

Auch in diesem Jahr erobern neue Opern, Musicals und Vorstellungen die deutschen Bühnen landesweit. Sowohl in den letzten Wochen der Spielzeit 2017/2018, als auch am Beginn der nächsten 2018/2019 erwarten uns die unterschiedlichsten Premieren in Köln, München, Erfurt, Stuttgart usw. Im folgenden Text wird über ein Paar Schauspiele und letztendlich Musicals die Rede sein.

Schauspiele

Für die nächste Spielzeit 2018/2019, die im September dieses Jahres beginnt, sind schon viele Theaterstücke geplant. Einige der beliebtesten sind die Schauspiele des Kölner Theaters. Zu diesen gehören Schauspiele wie Tyll, Vernichtung und Ein grüner Junge.

Tyll ist die Hauptfigur des gleichnamigen Theaterstücks, das am 15. September in Köln uraufgeführt werden wird. Die Handlung spielt sich während des Dreißigjährigen Krieges ab. Durch dieses Unheil, Hunger, Armut, Gewalt, apokalyptisches Bild bewegt sich Tyll Ulenspiegel als Seiltanzvirtuose hindurch und trifft auf seiner Reise die verschiedensten Personen: Könige, Bauern, Gelehrte, Schauspieler, Drachenforscher und sogar sprechende Esel. Hier entsteht die vielseitige Geschichte eines Krieges, der bis heute noch als eine der größten und schrecklichsten Katastrophen angesehen wird. Es handelt sich hierbei um ein Stück über das Elend des Krieges, die Macht der Kunst, das zugleich zärtlich und grotesk geschildert wird.

Vernichtung ist ein Stück über vier Menschen, die neben Morgentau und Nebelschwaden vom Himmel fallen. Vollkommen desorientiert irren sie durch Eden und machen sich auf die Suche. Wonach und wohin? Das wissen sie selber nicht. Sie wollen einfach, dass irgendwas Bedeutendes, Wichtiges, Richtiges passieren. Sie möchten der Monotonie des Alltags entfliehen und geben sich deswegen Drogenkonsum hin, tanzen begleitet von Technomusik, treiben Sport und haben Sex. Hedonismus, Selbstzerstörung und Reizüberflutung sind das einzige, was gegen Emotionslosigkeit hilft. Das Stück ist als eine soziale Kritik der Gesellschaft zu deuten, mit Sci-Fi-Elementen und spektakulären Effekten.

Ein Grüner Junge erzählt die Geschichte des unehelichen Sohnes eines Gutsbesitzers und einer Gesindemagd. Um seine undankbare Position in der Gesellschaft zu überwinden, und sich die Achtung des Vaters zu verschaffen, kommt er auf eine Idee. Er möchte reich werden und sein Vermögen dann abgeben, verschenken. Denn Geld bedeutet Autonomie, Macht, Freiheit und ist hier nur ein Mittel zum Zweck. Er begibt sich nach St. Petersburg und kommt dabei in Kontakt mit der Revolution, Fürsten, Selbstmördern und letztendlich seiner Familie, die in das ganze verwickelt ist. Es geht um Spannung, verräterische Briefe, geheime Pläne, gescheiterte Beziehungen. Das Stück schildert eine komplexe Vater-Sohn-Geschichte und ist zugleich eine Studie einer tiefen Verunsicherung – auf Beziehungen ist kein Verlass mehr.

Musicals

Die Saison ist schon fast vorbei, doch Musicalfans müssen sich nicht sorgen. Sie haben noch einige Wochen Zeit bis zum Ende der Saison übrig. Zu einigen der Musicals, die in diesem Jahr uraufgeführt wurden und die man sich nicht entgehen lassen darf, zählen sicherlich auch Fack ju Göthe und Der Glöckner von Notre Dame.

Fack Ju Göthe kam im Januar 2018 nach dem Filmwunder zum ersten Mal auch auf die Bühne. Bis zum September 2018 wird das Musical in München aufgeführt. Die Handlung lehnt sich an den Film und musikalisch werden die Ereignisse auf der Bühne mit Popballaden und Hip-Hop unterstützt. Diese etwas andere Musicalproduktion verbindet Generationen, da die sowohl alte, als auch junge Menschen anspricht. Zusammen mit einem cleveren Bühnenbild und viel Humor wird der erste Teil des bekannten Films zu einem völlig neuen Erlebnis.

Der Glöckner von Notre Dame hat im Februar 2018 seine erste Aufführung in Stuttgart erlebt und wird wie Fack ju Göthe bis zum 9. September 2018 auf der Bühne bleiben. Die Handlung ist in das Paris des 15. Jahrhunderts verlegt, genauso wie in der Romanvorlage Victor Hugos. Die Hauptfiguren bleiben Quasimodo, dessen Ziehvater, Frollo und Esmeralda. Für die musikalische Vorlage sind die Oscar-Preisträger Alan Menken und Stephen Schwartz.