Das Glücksspiel in der Kunst

In der Kunst sind unterschiedliche Motive vertreten. Ob in Literatur, Malerei, Bildhauerei, Film, Fotografie, Musik, sind Naturerscheinungen, Gefühle, historische Geschehnisse, fantastische Vorstellungen, Religion oder innovative Ideen eigentliche Inspiration für die Entstehung der Kunstwerke.

Glücksspiel und Kunst scheinen nicht richtig zusammen zu passen, aber in der Kunstgeschichte gab es sogar viele bemerkenswerte Künstler, die die Spieltische zum Mittelpunkt ihrer Arbeit gemacht haben. In den anderen wird das Glücksspiel ganz nebenbei dargestellt, sie ist aber nicht umso unwichtiger für die Deutung des Kunstwerkes. Das Glücksspiel in der Kunst ist viel mehr als ein gewöhnliches Thema. Zum Einen kann das Glücksspiel das normale Alltagsleben der einen oder anderen gesellschaftlichen Schicht schildern, andererseits illustriert es mysteriöse Wege des Lebens und überdies wird es mit entscheidenden Wendepunkten zusammengebunden.

In der Malerei

In der Malerei gibt es eine Unmenge (künstlerisch mehr oder weniger geglückten) Fundstücke des Glücksspiels, das sowohl im Mittelpunkt als auch im Hintergrund stehen kann.

Denken wir zurück an „Die Kartenspieler“ des niederländischen Malers der Renaissance Maler Lucas van Leyden, an „Die Cardsharps“ des italienischen Barockmalers Michelangelo Merisi da Caravaggio oder an „Kartenspieler“ vom Spanier Francisco de Goya.

Obwohl es vielleicht nicht das technisch fortgeschrittenste Kunstwerk ist, hat es  Coolidges verspielte Darstellung von Dogs Playing Poker gelungen eines der bekanntesten Glücksspielkunststücke zu kreieren.

Es gibt fünf Gemälde in der Reihe „The Card Players“, die der französische Post-Impressionist Paul Cézanne Anfang bis Mitte der 1890er Jahre gemalt hat. Die verschiedenen Gemälde variieren sowohl in der Größe als auch in der Anzahl der abgebildeten Spieler und der Umgebung, in der das Spiel stattfindet.

Wir kennen alle „Den Schrei“ von Edvard Munch. Haben Sie aber sein farbiges „Am Roulettentisch“ schon gesehen?

Jean-Eugène Bulands hat das ausgezeichnete Le Tripot (Der Tauchgang) in dem Jahr 1883 gemalt, ein Gruppenportrait von fünf hartgesottenen Spielern am Tisch.

Musik

In der Musik sind auch mehrere Beispiele zu finden, die vom Glücksspiel inspiriert wurden oder ihm gewidmet sind. Wer kennt noch nicht das berühmte Lied von Elvis Presley „Viva Las Vegas“?  „Pokerface“ von Lady Gaga ist vielleicht als Kunstwerk umstritten und fraglich, aber zweifellos zählt es zu den modernen Songs, die fast jeder gleich erkennt. Glücksspielerischen Wortschatz benutzt auch der legendäre Ray Charles in seinem Lied „Losing Hand“.

Film

In der Filmkunst ist es schwer eine Auswahl der Besten zu treffen.

„Casino“: Der vielleicht berühmteste aller Glücksspielfilme und ein umfassender Klassiker, der auf den Top-Ten-Favoritenlisten der meisten Filmfans zu finden ist, ist Casino, die epische Geschichte des von den Mobs kontrollierten Casinos in Las Vegas. Robert De Niro und Joe Pesci Star, der erste als Casinobesitzer mit Mafiabindung und letzterer als psychotischer Vollstrecker, dessen zunehmend unberechenbares Verhalten beide Leben bedroht. Die verführerischen Reize von Sharon Stone, einige hoch aufragende Support-Auftritte und einige der erschütterndsten und unvergesslichsten Szenen der Filmgeschichte machen diesen Film großartig.

Die zwei Literaturverfilmungen des erfolgreichen Romans Ian Flemings sind ein weiteres Beispiel der Glücksspielkunst. Die Campbells Variante mit dem Hauptdarsteller Daniel Kraig beinhaltet die unvergessliche Szene mit dem unglaublichen Showdown in Monte Carlo, als Bond in einem Alles-oder-Nichts-Spiel gegen seinen Gegner antritt.